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Strafantrag stellen

Bestimmte Straftaten werden von der Staatsanwaltschaft nur verfolgt, wenn der oder die Verletzte einen Strafantrag gestellt hat. Damit bringen Sie Ihren Wunsch zum Ausdruck, dass eine Tat strafrechtlich verfolgt werden soll. Die Staatsanwaltschaft soll ein Ermittlungsverfahren einleiten und nach Abschluss der Ermittlungen Anklage erheben.

Sie als antragstellende Person erhalten eine Mitteilung, wenn das Ermittlungsverfahren eingestellt oder gar nicht erst eingeleitet wird, und nur Sie können gegen einen solchen Bescheid der Staatsanwaltschaft Beschwerde einlegen und eine gerichtliche Entscheidung beantragen.

Hinweis: Bei der bloßen Anzeige einer Straftat handelt es sich demgegenüber um die Mitteilung eines strafrechtlich bedeutsamen Sachverhalts, ohne dass Sie als anzeigende Person Wert auf die Strafverfolgung legen. Wenn Sie bei der Polizei eine Anzeige erstatten, weist diese Sie deshalb bei Antragsdelikten auf die Notwendigkeit eines Strafantrags hin.

Strafantrag können Sie stellen bei Straftaten, die in erster Linie Sie persönlich und nicht die Allgemeinheit betreffen, beispielsweise

  • Hausfriedensbruch,
  • Körperverletzung oder
  • Beleidigung,

In bestimmten Fällen (z.B. Körperverletzung oder Sachbeschädigung) kann die Staatsanwaltschaft eine Strafverfolgung "wegen besonderen öffentlichen Interesses" auch von sich aus einleiten. Ein Strafantrag ist dann nicht erforderlich. Die Straftat kann hier sogar gegen den Willen des Opfers verfolgt werden.

Generelle Zuständigkeit:

die Polizei, Staatsanwaltschaft oder das Amtsgericht

Voraussetzungen:

Es liegt eine Tat vor, zu deren Verfolgung ein Strafantrag notwendig ist.

Unterlagen:

Personalausweis oder anderes Ausweisdokument

Ablauf:

Sie müssen den Strafantrag bei einem Gericht oder der Staatsanwaltschaft zu Protokoll geben oder schriftlich stellen. Bei den Polizeibehörden können Sie den Antrag nur schriftlich stellen. Die Polizei hält hierfür die entsprechenden Formulare bereit.

Sie müssen Ihre vollständigen Personalien angeben:

  • Vor- und Familienname (eventuell auch Geburtsname)
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • Anschrift

Wird der Strafantrag nicht weiter verfolgt, erhalten Sie einen Bescheid mit Angabe der Einstellungsgründe. Als Verletzte bzw. Verletzter der Straftat haben Sie die Möglichkeit, die Entscheidung der Staatsanwaltschaft anzufechten.

Hinweis: Im Strafprozess treten Sie als Zeuge oder Zeugin auf, nicht als Kläger oder Klägerin.

Kosten:

keine

Eine unwahre Strafanzeige oder eine spätere Rücknahme des Strafantrags kann dazu führen, dass Sie die entstandenen Kosten tragen müssen.

Frist:

Sie müssen den Strafantrag innerhalb von drei Monaten stellen.

Die dreimonatige Frist beginnt mit dem Tag, an dem Sie von der Tat beziehungsweise dem Täter oder der Täterin erfahren.

Rechtsgrundlage:

Zuständige Ansprechpartner und Behörden:

Amtsgericht Göppingen
Schlossplatz 1
73033 Göppingen
Telefon: 07161/630
Fax: 07161/632429
poststelle@aggoeppingen.justiz.bwl.de

Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart
Werastraße 23
70182 Stuttgart
Telefon: 0711/212-0
Fax: 0711/212-2899
Poststelle@GenstaStuttgart.justiz.bwl.de

Polizeirevier Göppingen
Pfarrstraße 29
73033 Göppingen
Telefon: 07161 63-2360
Fax: 07161 63-2336
GOEPPINGEN.PREV@polizei.bwl.de

Staatsanwaltschaft Ulm
Olgastraße 109
89073 Ulm
Telefon: 0731/1890
Fax: 0800/66449281352
poststelle@staulm.justiz.bwl.de

Lebenslagen:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Justizministerium hat dessen ausführliche Fassung am 14.09.2016 freigegeben.

Weitere Informationen

Kontakt und Urheberrecht

Gemeinde Heiningen | Hauptstraße 30 | 73092 Heiningen | Fon: 07161 4034-0 | Fax: 07161 4034-39 | E-Mail schreiben - made by Hirsch & Wölfl GmbH